RegKom-Vorschlag 11-13: Gesundheits­kompetenz

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„Erste Hilfe“-Kurse sollen in den Grund- und weiterführenden Schulen und am Arbeitsplatz angeboten werden und verpflichtend sein.

Ersthelfer-Apps sollen flächendeckend eingeführt werden.

Öffentlich zugängliche Defibrillatoren sollen flächendeckend aufgestellt werden.

Empfehlung 11:

Die allgemeine Gesundheitskompetenz (health literacy) muss gesteigert werden; das gilt insbesondere auch für die Kompetenz zur Eigenbehandlung von akuten Gesundheitsbeschwerden bis zur Erreichbarkeit eines Arztes.

Empfehlung 12:

Empfohlen wird eine strukturierte Einbeziehung der Bevölkerung in die Notfallversorgung durch

  • verpflichtende Ausbildung zur „Ersten Hilfe“, insbesondere zum Thema „Reanimation“, in den Grund- und weiterführenden ­ Schulen und am Arbeitsplatz. Hierfür sind interministerielle Initiativen, u. a. unter Einbezug der Kultusministerkonferenz, erforderlich. Ein Schulfach „Gesundheitskompetenz“ erscheint erstrebenswert.
  • Einführung flächendeckender und vernetzter Ersthelfer-Apps (z. B. „Katretter“), die mit verpflichtenden AED-Registern der Leitstellen vernetzt sind.
  • flächendeckendes Aufstellen von öffentlich zugänglichen Defibrillatoren (Public-Access-AED, PA-AED) (mindestens in Sportstätten, an deren Veranstaltungsorten, öffentlichen Gebäuden und öffentlichen Verkehrsmitteln) sowie deren Erfassung in einheitlichen Registern, die die Leitstellen pflegen. Die Leitstellen müssen im Verdachtsfall Ersthelfer mit PA-AED digital per App alarmieren.
  • Förderung des Ehrenamtes und Community First Responder-Strukturen, insbesondere in strukturschwachen Gebieten.

Empfehlung 13:

Vulnerable Gruppen sollten gesondert über die individuelle Notfallvorsorge (advanced care planning) aufgeklärt und hierzu ermutigt werden.

Empfehlung 14:

Für sog. „frequent-user“ der Notfallversorgungsstrukturen muss ein Case-Management zur Prüfung einer adäquaten Versorgung der Hilfesuchenden eingerichtet werden, um Fehlnutzungen zu verringern.

DIE POSITION DER BJÖRN STEIGER STIFTUNG DAZU IST:

Die Empfehlungen 12 wird von uns unterstützt, wenngleich diesbezügliche Auswirkungen nur sehr langfristig zu erwarten sind und in der aktuellen Problemlage nicht zu einer schneller Verbesserung beitragen können.

Die Empfehlung 13 sollte ehest detailliert ausgearbeitet und umgesetzt werden.
Lesen Sie HIER unsere Vorschläge zum Thema "First Responder und Ersthelferalarmierung".

Die Empfehlung 14 sollte ehest detailliert ausgearbeitet und umgesetzt werden.

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